Was ist ein Facilitator?

von | 30. Dezember 2022 | 0 Kommentare

Faci… – waaaas?

Das ist oft die erste Reaktion, wenn ich jemandem sage, was ich bin. Im deutschen Sprachraum ist der Begriff noch nicht so bekannt. International dagegen schon. Nach einem passenden Begriff in der deutschen Sprache habe ich lange gesucht. Gefunden habe ich keinen.

  • Moderatorin? Zu wenig. Das deckt nur einen kleinen Teil der Aufgaben ab.
  • Trainerin? Definitiv nicht. Als Facilitator vermittle ich kein Wissen.

Also bin ich bei dem englischen Begriff geblieben. Ich bin Facilitator.


Das bedeutet der Begriff „Facilitator“

Als Facilitator bin ich so eine Art Geburtshelferin für neue Ideen und Entwicklungen.

Dafür bin ich in vielen Rollen gleichzeitig unterwegs:

  • Beraterin,
  • Prozessbegleiterin,
  • Moderatorin,
  • Coach.

Ich bin eine Ermöglicherin. Nichts anderes bedeutet dieses englische Wort.

Gibt es etwas Schöneres um damit sein Geld zu verdienen? Ich kann es mir kaum vorstellen!

Ich ermögliche Menschen für ihre Herausforderungen Lösungen zu finden. Selbst. Gemeinsam.

Man kann einen Menschen nichts lehren, man kann ihm nur helfen, es in sich selbst zu entdecken“

Galileo Galilei

Wann wird ein Facilitator gebraucht?

Wann immer ich als Facilitator gefragt bin, geht es für eine Gruppe von Menschen darum

  • gemeinsam eigene Lösungen zu finden
  • gemeinsam einen Weg zu finden, wie es weiter gehen soll
  • wieder handlungfähig zu werden

Meine Aufgabe ist es dann, ihnen genau das zu ermöglichen.

Oft geht es um komplexe Herausforderungen, wie z. B.

  • die Zusammenführung unterschiedlicher Unternehmenskulturen nach Übernahmen oder Umstrukturierungen
  • das weitere Vorgehen in einem Großprojekt mit vielen verschiedenen Stakeholdern
  • die Entwicklung von Leitbildern
  • Entwicklung von innovativen Ideen
  • ein gemeinsames Ziel finden

Die Ausgangssituation kann sehr unübersichtlich sein, oft auswegslos erscheinen. Manchmal finden Machtkämpfe statt, manchmal hat sich Frustration breitgemacht.

Es gibt

  • keine Klarheit,
  • keine Richtung, wie etwas weitergehen soll,
  • keine Lösung.

Die Teilnehmenden sebst sind oft frustriert, fühlen sich nicht richtig wahrgenommen und vermissen ein klares, gemeinsames Vorgehen. Eine echte Identifikation mit der Aufgabe, der Organisation oder Vereinigung.

Bei einer Facilitation schaffe ich solchen Gruppen – kleinen wie großen – den Raum und genau die Struktur, die es ihnen ermöglicht,

Niemand weiß besser, welche Lösungen es braucht, als die Betroffenen selbst.


Aufgaben eines Facilitators

Für jede Herausforderung das richtige Format finden

Jede Herausforderung ist anders. Ebenso jede Gruppe:

  • Mal ist es nur ein kleiner, fest definierter Kreis von Teilnehmenden, die gemeinsam etwas erarbeiten wollen.
  • Mal nimmt ein repräsentanter Querschnitt einer Organisation teil,
  • mal eine Vielzahl von Stakeholdern mit unterschiedlichen Interessenschwerpunkten.
  • Mal sind bewusst Externe eingeladen, um mit ihren unvoreingenommenen Gedanken neue Impulse oder Perspektiven beizusteuern.
  • Mal ist es eine kleine Gruppe, mal eine sehr grosse.

Es gibt sehr unterschiedliche Formate, um als Facilitator einer Gruppe den Raum und die Struktur zu geben, die es ihr ermöglicht, die eigene Lösungen zu entwickeln. Hier nur ein paar Beispiele:

  • World Café, um überhaupt erst das ursächliche Problem oder die Fragestellung zu klären, bevor es an die Erarbeitung von Lösungen geht.
  • Barcamp, wenn es darum geht, viele Ideen zu bekommen, vielen Anliegen eine Plattform zu bieten.
  • Zukunftskonferenz, um mit dem ganzen System in einem Raum die Zukunft zu gestalten.
  • Zukunftswerkstatt, um Betroffene zu Beteiligten zu machen.
  • Design Thinking, um aus innovativen Ideen geniale Lösungen zu bekommen.
  • Kreativworkshops, mit kleinen Gruppen, um abseits der gewohnten Denk- und Sprachmuster Erkenntnisse zu gewinnen.

In der Praxis geht aber nicht um ein bestimmtes Format oder eine bestimmte Methode, sondern darum, zu erkennen, was gerade zu genau der jeweiligen Gruppe und zu deren Erfahrung und Kultur passt.  Das Ziel soll so einfach und intuitiv wie möglich erreicht werden und dabei Spaß und Lust auf mehr machen. Daher ist die Hauptarbeit eigentlich im Vorfeld der Veranstaltung: In der akribischen Vorbereitung.

Es muss nicht immer die lupenreine, nach Lehrbuch durchgeführte 3 tägige Veranstaltung sein. Meine kürzeste „Zukunftswerkstatt“ habe ich online innerhalb von 4 Stunden mit 60 Teilnehmenden durchgeführt. Die Ergebnisse waren auch bei dieser kurzen Zeit beeindruckend. Sowohl von den konkret vereinbarten Maßnahmen, als auch von dem zwischenmenschlichen Aspekt. Da, wo vorher eisiges Schweigen oder offene Anfeindung herrschte, gab es konstruktive Dialoge und kreative Ideen.

Die Planung war dafür umso aufwendiger… Es gab etliche Abstimmungsgespräche im Vorfeld, Briefings von ComoderatorInnen für die Gruppenphasen usw.

Was alle von mir als Facilitator durchgeführten Formate ausmacht:

Sie bilden den Rahmen um strukturiert und kreativ eigene Ideen und Lösungen zu finden: Von innen – vom eigenen Team, den eigenen Mitarbeitern, Mitgliedern oder Einwohnern.

Aber die Vielfältigkeit geht noch weit über die verschiedensten Herausforderungen, Methoden und Settings hinaus. Sie macht den Wert und die Wirkung der Vielfalt unter den Teilnehmenden selbst sichtbar und erlebbar.

Sinnbild für das richtige Format oder Werkzeug; rotes Icon mit Zahnrad und startender Rakete
  • Alle Teilnehmenden arbeiten auf Augenhöhe, geleichwertig und gleichberechtigt.
  • Jeder wird gehört und gesehen.
  • Egal ob extrovertiert oder introvertiert. So sind auch die „stillen Denker“, die oft tolle Ideen haben, Zusammenhänge sehen, genauso präsent, wie diejenigen, die sonst alle Meetings und Veranstaltungen dominieren.
  • Es gibt Raum für bisher Ungedachtes und Ungesagtes, Verrücktes und Exotisches.
  • Alles, was passiert, ist für alle sichtbar und transparent.

Unsichtbare Potenziale sichtbar machen

Wenn ich als Facilitator durch eine Veranstaltung führe, schaue ich mir zu Beginn an, wieviele Menschen als Teilnehmende im Raum sind. Ich nehme diese Anzahl und multipliziere sie mit dem geschätzen Durchschnittsalter der Teilnehmenden.

Beispiel:

60 Teilnehmende mit einem geschätzten Durchschnittsalter von 45 Jahren.

Das ergibt die beeindruckende Zahl von 2.700 Jahren, die in dem Moment in diesem Raum versammelt sind – und zwar

  • mit all den Kompetzen und Fähigkeiten, die sie in dieser Zeit erworben haben. Privat und beruflich.
  • mit all den Erlebnissen, die sie hatten und die ihre Wahrnehmungen und Sichtweisen geprägt haben.
  • mit ihren meist unterschiedlichen sozialen und kulturellen Hintergründen.
  • mit ihren unterschiedlichen Erfahrungen, die sie gesammelt haben und die ihre Entscheidungen beeinflussen.

Als Facilitator ist es meine Aufgabe, all das sichtbar und spürbar zu machen – für alle Teilnehmenden. Alles das miteinander zu vernetzen um so jeder Gruppe ein gutes Ergebnis zu ermöglichen – an dem alle gleichwertig beteiligt waren.

Die kreativen Köpfe und die Logiker bekommen Raum, treffen direkt aufeinander und können sich perfekt ergänzen. Die einen blühen auf, wenn es um Ideen und Visionen geht, die anderen vielleicht eher, wenn es um konkrete nächste Schritte geht. Aber es ghet Hand in Hand. Alle sind dabei, bringen sich ein und ergänzen sich – bis hin zum gemeinsamen Ergebnis.

Menschen lernen sich noch einmal auf einer ganz anderen Ebene kennen und schätzen.

Rotes Icon mit Figur, Glühlampe (gewusst wie) und Zahnrad (anwenden) im Kreis - Sinnbild für Kompetenz
  • Alle Teilnehmenden arbeiten auf Augenhöhe, geleichwertig und gleichberechtigt.
  • Jeder wird gehört und gesehen.
  • Egal ob extrovertiert oder introvertiert. So sind auch die „stillen Denker“, die oft tolle Ideen haben, Zusammenhänge sehen, genauso präsent, wie diejenigen, die sonst alle Meetings und Veranstaltungen dominieren.
  • Es gibt Raum für bisher Ungedachtes und Ungesagtes, Verrücktes und Exotisches.
  • Alles, was passiert, ist für alle sichtbar und transparent.

Brücken bauen – Menschen miteinander verbinden

Vielfalt ist Trumpf!

Je unterschiedlicher die Teilnehmenden sind, je mehr Erfahrungen, Wissen und Perspektiven werden eingebracht. Das ist vor allen Dingen dann ein riesiger Vorteil, wenn es darum geht, an etwas zu arbeiten, was viele Menschen betrifft:

  • unterschiedliche Bereiche und Hierarchien einer Organisation
  • viele verschiedene Stakeholder
  • Gestaltung im öffentlichen Raum
  • innovative Ideen generieren

In manch einer Veranstaltung kamen wertvolle Veiträge, die zu einem bahnbrechenden Perspektivenwechsel, einer Innovation oder Lösungsansatz führten, nicht von Fachexperten oder dem Topmanagement, sondern zum Beispiel von Auszubildenden, Werkstudenten, vielleicht von eingeladenen Kunden, -lieferanten oder Anwohnern.

Nichts bereichert eine solche Runde mehr, als neue Blickwinkel und Menschen von ausserhalb des eigenen Silos.

Ich habe schon erlebt, wie Schüler gestandenen Führungskräften deren Zukunftsvisionen zerlegten und gemeinsam etwas Neues geschaffen wurde, auf das keine von beiden Seiten alleine gekommen wäre. Und vor allen Dingen ohne das gemeinsame erreichte Verständnis nie von beiden Seiten akzeptiert worden wäre…

Eine Top-Führungskraft gab mir einmal das Feedback, wie sehr es ihn berührt hätte, zu erleben, wie wichtig es sei, dass bei jeder Entscheidung diejenigen, die es in allerletzter Instanz betrifft, vorab gehört werden. Direkt. Nicht über Dritte und nicht repräsentiert von Gedanken, die auf Annahmen basieren. Es war eine Veranstaltung mit Top-Führungskräften mit Bewohnern eines „Brennpunktviertels“. Die älteste Teilnehmerin war Mitte 70, der jüngste 19. Der Raum war voll mit Menschen, die sich normalerweise nie begegnet wären. Und doch – um wirklich etwas zu bewegen, brauchten sie einander. Der Tag war für alle Seiten unglaublich augenöffnend. Es gab eine Menge an „Aha-Momenten“, Perpektivwechseln, zerstörten Annahmen und neuen Erkenntnissen. Und eine gemeinsame Basis für weitere Entwicklungen.

Manchmal kennen sich die Teilnehmenden bereits, manchmal nicht. Es macht keinen Unterschied. Alle nehmen sich am Ende anders wahr.

Sinnbild für vernetzte Vielfalt und "Brücken bauen": rotes Icon mit Gesichtern von unterschiedlichen Menschen - verbinden im Netz.

Individuen oder Grüppchen haben etwas vorher nicht Vorstellbares und Einbringung ihrer eigenen individuellen Erfahrungen, Kenntnisse und Perspektiven geschaffen.

Gemeinsam.

Neben dem erarbeiteten Ergebnis haben sie noch etwas geschaffen – ein völlig neues Wir-Gefühl.

Neugier und Kreativität wecken

Facilitation weckt bei den Teilnehmenden Neugier und Kreativität.

Egal ob analog vor Ort oder online. Teilnehmende überraschen mich immer wieder! Die Einladung kreativ zu werden, stösst nicht immer bei allen sofort auf Begeisterung. Aber gerade diejenigen, die zuesrt am zurückhaltendsten waren, sind oft die, die sich plötzlich richtig kreativ austoben und dann von sich selbst überrascht sind.

Es gibt einen ungalublichen Markt für „kreative Hilfsmittel“. Auch hier liebe ich es einfach und pragmatisch. Möglichst wenig vorgefertigte Materialien ermöglichen die besten eigenen Ideen.

Insbesondere bei Online Facilitation, ist es für die Teilnehmenden oft eine Überrachung, wenn sie ganz analog zu Papier, Stiften, Dingen, die in Reichweite sind, Gegenstände aus dem Alltag usw. zurückgreifen dürfen. Einfach, pragmatisch und zielführend. Vor allen Dingen immer mit Spaß.


Vertrauen und Loslassen

Die Teilnehmenden erkennen sehr schnell, dass eine Facilitation etwas ganz anderes ist, als ein klassisches Meeting oder ein Training.

  • Sie sind diejenigen, die gefordert sind.
  • Sie sind diejenigen, den zugetraut wird, dass sie selbst am besten wissen, wie sie „die Kuh vom Eis“ bekommen, zukünftig miteinander arbeiten wollen, das Stadtviertel entwickeln wollen, usw.
  • Sie sind diejenigen, deren Gedanken, Ideen hier gehört und gesehen werden.
  • Sie sind diejenigen, die hier alles das, was bisher nicht gesagt (und oft noch nicht einmal gedacht) ausdrücken können. Auch die verrücktesten Gedanken können Inspiration für etwas Realisierbares sein.

Für viele Teilnehmende ist das zuerst ungewohnt, manchmal fast beängstigend. Sich aktiv einzubringen, spontane Ideen auszusprechen, einfach sagen, was einem gerade durch den Kopg geht… Irgendwann, meist sehr schnell, schlägt die scheue Zurückhaltung in befreites Mitmachen um.

Damit das funktioniert, muss ich als Facilitator in die vorbereiteten Prozesse und in die Dynamik der Gruppe vertrauen. Und mir und meinen Gefühl dafür, was im Raum gerade passiert. Das ich das richtige tue. Zum richtigen Zeitpunkt jemanden ermuntere, zum richtigen Zeitpunkt eingreife, wenn irgendwo die Regeln nicht eingehalten werde.

Sinnbild für Vertrauen und Loslassen: rotes Icon zeigt eine nach oben offene Handfläche mit einem darüber schwebendem Herz.

Vor allen Dingen aber muss ich eins – loslassen. Zulassen, was von der Gruppe kommt. Jegliche eigene Ideen, die nach meinem Empfinden zur Lösung beitragen könnten, gehen lassen. Es geht um die Gruppe. Um deren Herausforderung und darum, dass sie selbst ihre eigene Lösung oder ihren eigenen Weg finden.


Das braucht ein Facilitator

Methodenkompetenz

Nur dann, wenn ich als Facilitator die vielen Formate und Methoden kenne und beherrsche, kann ich locker damit „spielen“. Erst dann kann ich Elemente so einfügen und verbinden, dass ich tatsächlich etwas konzipiere, was genau zu der jeweiligen Gruppe und ihrer Zielsetzung passt.

Für die Planung gibt es viele Einflussfaktoren:

  • Was ist das Ziel der Veranstaltung?
  • Mit wie vielen Teilnehmenden kann kalkuliert werden?
  • Welcher Zeitrahmen steht zur Verfügung?
  • Welches Budget ist eingeplant?
  • Soll die Durchführung vor Ort oder online stattfinden?

Moderationserfahrung

Als Facilitator muss ich jederzeit spüren, was im Raum los ist. Ich muss die Stimmung fühlen, erkennen, wenn irgendwo etwas nicht läuft wie geplant.

  • Sind alle aktiv eingebunden?
  • Sind die Redeanteile auch in den Kleingruppen gleichmässig verteilt?
  • Gibt es irgendwo Selbstdarsteller, denen die Regeln egal sind?
  • Gibt es irgendwo ungewollte Ablenkung?

Das sind nur einige der vielen, vielen Fragen, die mich ständig beschäftigen.

Ich muss nicht nur die Struktur schaffen und vorgeben, sondern auch in der Veranstaltung durchsetzen.

Coachingerfahrung

Ja, Facilitation ist kein Coaching. Aber diese für Facilitators so wichtige vertrauen und loslassen ist eine Kernkompetenz von guten Coaches. Dieses sich selbst zurücknehmen. Den Coachee seine eigenen Lösungen finden und entwickeln lassen. Es geht nicht um den Coach und dessen Ideen – es geht um den Coachee. Und nur und aussließlich darum, dass dieser die für ihn notwendige Klarheit bekommt um die bestmöglichen Entscheidungen zum jeweiligen Zeitpunkt triffen zu können.

Ein gutes, heterogenes Netzwerk

Wozu braucht ein Facilitator so ein Netzwerk?

Locations

Oft sind die Auftraggeber begeistert von der Idee, die Veranstaltung an einem für die Teilnehmenden ungewohnten Ort durchzuführen. Ich habe Veranstaltungen schon in allen möglichen und „unmöglichen“ Orten durchgeführt: Von exklusiven Veranstaltungsräumlichkeiten in Großunternehmen über Säle in Gemeinde- und Bürgerhäusern, in Jugendzentren, Seniorenheimen, ehemaligen Industriehallen, Moscheen und Festsälen, Museen, bis hin zu öffentlichen Flächen, wie Foren in Amtsgebäuden.

Gäste, Impulsgeber uvm.

Aber auch dann, wenn es darum geht, Menschen als Teilnehmende einzuladen, die als Externe noch einmal völlig andere Perspektiven und Erfahrungen einbringen können. Wie z.B. die oben erwähnten SchülerInnen, die in intensiven Austausch mit den Führungskräften gingen. Aber auch Politiker, Aktivisten, Vertreter von Minderheiten usw.

ComoderatorInnen, helfende Hände

Je grösser eine Gruppe und eine Veranstalter ist, je mehr Menschen sind auch mit deren Durchführung beschäftigt. Da verlasse ich mich ausschliesslich auf mir bekannte Menschen aus meinem Netzwerk. Nur dann, wenn wir wissen, worauf es ankommt und die gleiche Einstellung haben zu dem, was wir tun, können wir bei solchen Veranstaltungen perfekt Hand in Hand arbeiten und uns aufeinander verlassen.

Lust am Arbeiten mit Menschen

Das ist für mich die Grundvoraussetzung. Als Facilitator stehe ich zwar physisch oft genug im Mittelpunkt, aber ansonsten bin ich so sichtbar wie nötig und so unsichtbar wie möglich. Es geht immer nur um die Teilnehmenden.

Aber ich muss hinhören, hellwach sein, fühlen, was im Raum passiert. Auf die Menschen eingehen. Alle sind unterschiedlich und haben unterschiedliche Ansprüche und Erwartungen. Wenn alle eingebunden sein sollen, muss ich auch alle abholen.

Als Facilitator muss ich mich auf alle einlassen können – und wollen!

Was noch hilfreich ist… 😉

  • Ein gesunder Optimismus – die Aufgabenstellung erscheint oft unlösbar.
  • Eine Portion Mut um sich dieser Herausfoerderung zu stellen.
  • Flexibilität, wenn plötzlich Unvorhergesehenes am Tag X passiert.
  • Offenheit, um sich auf die unterschiedlichsten Menschen einzulassen – und auf das, was erarbeitet wird.
  • Humor und jede Menge auf das „einfach Machen“.

Was ist ein Facilitator also?

Jemand der Raum und Strukturen schafft, um es Gruppen von Menschen zu ermöglichen eigene Lösungen für ihre Herausforderungen zu finden. Selbst. Gemeinsam. Transparent.

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Birgit Gosejacob ist selbstständig als Facilitator, Business Coach und Beraterin. Unter dem Motto Mutig.Anders.Machen. bringt sie Führungskräfte und deren Gedanken in Bewegung. Sie begleitet Veränderungsprozesse, in dem sie als Facilitator Raum und Struktur für neue Ideen und Lösungen schafft. Ihr Fokus liegt auf dem Aufbruch von Denkstrukturen, der Entwicklung eines agilen Mindsets, sowie des Zusammenwirkens unterschiedlicher Akteure über den eigenen Bereich hinaus.

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